Jedes Jahr das gleiche Spiel: Die Weihnachtszeit bringt allerlei Leckereien mit sich. Der alljährliche Vorsatz, dieses Jahr den Genuss etwas zu zügeln, wird dann über Bord geschmissen, wenn die Plätzchenschale den herrlich leckeren süß-klebrigen Duft frischer Plätzchen verbreitet und die Nase kitzelt. Der Trieb, mit leckerer Nahrung die Lust auf Süßes zu stillen ist definitiv stärker als die guten Weihnachtsvorsätze, nicht der Schlemmerei zu verfallen. Zumal das Neujahr vor der Türe steht, wo regelmäßig der zweite Anlauf zur schlanken Linie möglich ist.
So sendet das rational denkende Großhirn zum emotionalen Zwischenhirn: "Lieber Kollege. Es ist schon in Ordnung. Wir haben ja Weihnachten. Hau rein. Aber im neuen Jahr ziehen wir beide an einem Strang. Ok?" Kennst du solche inneren Dialoge? Diese "Ausreden"?
Pack das doch mal von der anderen Seite an: Mit einer "Weihnachtsspeck-Prävention". Nun haben wir noch einige Tage bis Weihnachten. Nutze diese Zeit, indem du vorab ein wenig Körperfett reduzierst. Mit einer Fettkillerkur.
Dazu benötigst du täglich folgende Produkte:
2 Stück Obst nach Wahl, einen Salat, 1x 100-200g Fleisch oder Fisch (auch Thunfisch), 2x einen Protein Shake mit jeweils 30g Pulver und drei Liter Wasser bzw. Kräutertee.
Rechne nach, wie viele Tage du noch bis zum Weihnachtsessen habst. Bau dir dann eine entsprechende Einkaufsliste zusammen.
So könnte dein Ernährungsplan bis zum leckeren Weihnachtsfestschmaus aussehen:
Morgens: Einen Protein Shake
Zwischenmahlzeit: 1 Stück Obst
Mittags: Einen Salat mit Fleisch oder Fisch (aber kein Brot dazu!)
Zwischenmahlzeit: 1 Stück Obst + Protein Shake
Abendessen: Wie bisher. Achte nur auf eine kleinere Menge. Wenn du es perfekt machen willst, verzichte auch abends weitestgehend auf Kohlenhydrate! Esse zudem langsam. Kauen Sie viel. Trinke die drei Liter Flüssigkeit. Insbesondere dann, wenn sich der Hunger breit macht! Und... besuche mindestens dreimal wöchentlich dein Fitness-Studio.
Lass keinerlei Ausnahmen zu. Bleib bis zu den Weihnachtsfeiertagen konsequent. Dein Weihnachtsessen wir um so feierlicher sein. Mit Stolz erfüllt, belohnt mit weniger Körperfett. Dann kannst du die Weihnachtsfeiertage wunderbar genießen und ohne in "Alibi-Ausreden" flüchten zu müssen.
Es ist wie immer: Prävention ist einfach wirksam, macht zudem weniger Mühe. Denn später die Pfunde runter zu reißen ist meist ein hoher Berg, welcher mühselig zu beklimmen ist. Sorge vor.
Patric Heizmann wünschen dir ein leckeres Weihnachtsfest.
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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Montag, 19. Dezember 2005
Weihnachtszeit - Beuge den Pfunden vor
Montag, 12. Dezember 2005
Mehrkomponentenprotein - Protein für mehr Erfolg!
Regelmäßig Eiweiß. Nichts Neues für einen Bodybuilder. Denn ohne regelmäßige, gut über den Tag verteilte Eiweißportionen kann der durch das harte Krafttraining gereizte Muskel kaum wachsen. Die regelmäßige Zufuhr über Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, auch mal Hülsenfrüchte, Sojaprodukte oder Nüsse gehören zum Standart des Trainingserfolg. Insbesondere die Mischung aus verschiedenen Eiweißlieferanten ergeben eine hohe Wertigkeit. Das bedeutet, der Körper kann aus dem zugeführten Eiweiß unter anderem mehr Muskeln aufbauen. Erklären lässt sich das wie folgt:
Jeder Eiweißlieferant beherbergt alle 20 für den Menschen wichtigen Aminosäuren. Die neun essentiellen Aminosäuren (Histidin, Isoleuzin, Leuzin, Valin, Methionin, Threonin, Lysin, Tryptophan, Phenylalalin) sind dabei besonders wichtig, da aus ihnen die anderen nichtessentiellen Aminosäuren bei unzureichender Zufuhr gebildet werden können. Daher sollten diese Aminosäuren im ausgeglichenen Verhältnis zugeführt werden. Doch jeder Eiweißlieferanten hat ein eigenes Aminosäurespektrum:
Wenn du z.B. Milch- und Ei-Eiweiß kombinierst, gleichen sich die Aminosäuren aus: von der begrenzenden Aminosäure in der Milch ist im Ei mehr enthalten. Und umgekehrt. Daraus ergibt sich eine deutlich höhere Eiweißverfügbarkeit. Die Regel ist hier einfach: je mehr verschiedene Eiweißlieferanten kombiniert werden, desto höher ist die Möglichkeit, das sich die einzelnen Aminosäurenbilanzen ausgleichen. Da der Muskelaufbausportler große und regelmäßige Mengen an Eiweiß benötigt, sollte es zudem eine möglichst hohe Verfügbarkeit für den Körper besitzen. Anstatt ständig Eiweißlieferanten kombinieren zu müssen, dient ein Mehrkomponenten-Protein hervorragend als besonders guter Eiweißlieferant. Wie der Name schon sagt, stehen hier gleich fünf verschiedene Eiweißquellen zur Verfügung: Molkeeiweiß, Milcheiweiß, Hühnereiweiß, Sojaeiweiß und zusätzlich das für den Muskelaufbau bzw. -regeneration wichtige Glutamin.
Für die regelmäßige, besonders hochwertige Eiweißversorgung direkt nach deinem Training oder auch über den Tag. 1-3 Shakes täglich. Versorge deine Muskeln mit hochwertigen Baustoffen!
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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Montag, 5. Dezember 2005
Beißen Sie sich nicht fest - denn: gut gekaut ist halb verdaut
In einer Zeit, in der Hektik den Alltag bestimmt, reduziert sich die Nahrungsaufnahme zur Nebensache. Das Industriezeitalter hat es mit sich gebracht: unvorstellbare Erleichterungen des Alltags stehen in Konkurrenz mit daraus resultierenden Zeitdruck, da in weniger Zeit mehr erledigt bzw. erlebt werden soll. Da wird schnell Bilanz gezogen und überlegt, wo fehlende Zeit wieder aufgeholt bzw. eingespart werden kann. Oft wird bei der Essenszeit der Rotstift angesetzt. Mit verheerenden Folgen.
Nicht nur, dass die Qualität der Nahrungsmittelauswahl dramatisch eingebüßt hat. Insbesondere die Zeit, um Nahrung zu genießen, zu erleben, ist oft genug auf die Abendstunden bzw. freien Tage beschränkt. Der Mensch und dessen Genussempfinden ist in den letzten Jahrzehnten völlig entgleist. Gelenkt von unserer Lebensmittelbranche, welche mit immer wieder neu entdeckten Chemikalien den Gaumen auf`s Glatteis führt.
Viele dieser Stoffe, z.B. das Glutamat als Geschmacksverstärker, regen den Appetit an. Da schaltet die Genusssensorik gerne einmal auf "möglichst viel davon essen" um. Denn: das Geschmackserlebnis ist für viele Menschen eine Art der Entspannung und Belohnung. Diese oft genug zeitdruckbedingte Völlerei endet mit eine zu hohen Energiezufuhr, was sich letztendlich nach geraumer Zeit auf der Hüfte und am Bauch wieder findet.
Hier entdecke ich immer wieder, dass sich die meisten Menschen nicht mehr mit ihrem Genussempfinden, welches ihnen von Natur aus mit auf den Weg gegeben wurde, auseinander setzten. "Nahrung wieder erleben" lautet ein Schritt zu einem gut aussehenden, gesunden, leistungsfähigen Körper. Und das spielt sich dort ab, wo sich die Geschmacksnerven befinden: im Mund. Hier beginnt die Problematik: aufgrund des Zeitdrucks wird das Essen, die Nahrung, kaum noch gekaut. Mach den Selbsttest: Nimm ein Stück Fleisch in den Mund. Zähle, wie oft du kaust, bevor der automatische (erlernte) Schluckreflex die Nahrung herunterschluckt. Wenn das nicht mindestens 25x ist, landet das Fleisch nur halb vorverdaut in deinem Magen, welcher nun mit noch mehr Verdauungsarbeit konfrontiert wird.
Nicht nur, dass diese Arbeit für deinen Verdauungstrakt eine Schwerarbeit wird. Letztendlich ist es das "gewichtige" Problem, dass du nun aufgrund des schnellen Essens mehr Nahrung verzehrst, als du tatächlich benötigen würdest, um satt zu sein. Denn die fehlende Zeit im Mund, welche nötig ist, um den Geschmack zu entfalten, wird nun gerne mit der zusätzlichen Nahrungsmenge kompensiert. Zu viel Energie für das gleiche Geschmackserlebnis, als wenn du einfach länger kauen würden! Wie unnötig. Aber leider über viele Jahre antrainiert.
Mach "Kaujogging". Lerne wieder Nahrung zu erleben. Indem du einfach länger kaust. Das mag sich einfach anhören, ist aber in der Praxis tatsächlich schwieriger, als du denkst. Denn der Schluckreflex ist ein unterbewusster Prozess. Mach dir das Kauen bewusst. Nimm dir diese Zeit und trainiere das Kauen. Zähl mit. Auch wenn das zu Beginn nicht ganz einfach fällt (da ein gewohnter, unterbewusster Prozess nun in das Bewusstsein befördert wird). Kaue jede Nahrung (außer Shakes bzw. Flüssigkeit) mindestens 25x. Auch wenn du das Gefühl hast, dass die Nahrung in deinem Mund schon völlig erweicht ist. Mach dennoch weiter. Denn so entfaltet sich erst der volle Geschmack. Schließ mal die Augen dabei und erlebe die Nahrung. Ohne Zusatzstoffe. Denn dein Urzeitinstinkt kennt und liebt den natürlichen Geschmack der Natur. Du musst dich nur darauf einlassen. Du wirst dadurch schon alleine aus Zeitgründen weniger Nahrung aufnehmen. Ein Vorteil für deine Figur und Gesundheit.
Kau das einmal richtig durch. Lass es dir schmecken!
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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