Mittwoch, 15. Februar 2006

L-Carnitin - ein Produkt des Körpers

Die Aufgaben des L-Carnitins sind sehr umfangreich und überaus wichtig: Es dient als Fetttransporter (siehe Fettbus-Geschichte), Energieversorgung für Herz, Leber, Muskeln und Immunzellen. Auch die Regeneration wird durch L-Carnitin unterstützt. Zudem hilft es bei dem Abtransport von Stoffwechselendprodukten aus der Zelle. Bildhaft kannst du dir das so vorstellen: L-Carnitin baut Türen in die Außenwand deiner Zellen. Durch diese Türe gelangen auf der einen Seite Fette in die Zelle hinein, um dort verbrannt zu werden. Da die Türe nun schon offen ist, wird auch gleich der Zellabfall aus der Zelle geschmissen. Das reinigt. Das entgiftet die Zelle!

Um ausreichend lebensnotwendiges L-Carnitin zu erhalten, ist eine Zufuhr an Lebensmittel, welche L-Carnitin beinhalten, wichtig: Wildfleisch, Rind, Schwein, Geflügel, Fisch, Wurst, Milchprodukte sind gute L-Carnitin-Lieferanten. Du erkennst hier bereits: Wenn auf diese Produkte verzichtet wird (z.B. Vegetarier), dann ist der Organismus darauf angewiesen, seinen Bedarf über die körpereigene Produktion abzudecken. Doch hierzu benötigt er bestimmte Baustoffe: die zwei Aminosäuren Methionin & Lysin sind in Getreide- und Hülsenfrüchten oft nicht in größeren Mengen verfügbar. So fehlen beim Bau des L-Carnitin-Busses wichtige "Teile". Auch Vitamin C, B6, B12, B3, Folsäure und Eisen (...liebe Damen) werden für den Bau benötigt. Eine vitalstoffarme Ernährung lässt die Produktion von ausreichend L-Carnitin kaum zu. Hier kann es zu einer L-Carnitinunterversorgung kommen. Insbesondere bei typischen Diäten ergibt sich neben der nochmals verminderten Zufuhr an diesen Vital- und Baustoffen eine weitere Problematik: Lysin ist in größeren Mengen im Muskeleiweiß zu finden. Um überhaupt L-Carnitin in minimaler Menge produkzieren zu können muss der Organismus nun Lysin aus der Muskulatur abbauen. Ca. 30g Muskulatur müssen abgebaut werden, um nur 1 Gramm Lysin(!) zu erhalten. Und der Muskelabbau sorgt für einen abfallenden Energieverbrauch! Verheerend für den langfristigen Erfolg der Fettverbrennung!

Die immer wieder auftauchende Frage, ob extern zugeführtes L-Carnitin überhaupt Sinn macht, erübrigt sich damit. Vielmehr stellt sich die Frage, wie die Basisernährung aussieht: denn bei einer obst- und gemüsereichen Ernährung, ergänzt durch tierische Eiweißlieferanten stehen sicherlich genügend Baustoffe zur Verfügung (die typische Low Carb-Ernährung).

Betreibe dreimal wöchentliches Kraft- und Ausdauertraining? Willst du Körperfett reduzieren? Bist du bereits über 50 Jahre alt (hier herrscht oft genug eine Unterversorgung an L-Carnitin!)? Bist du eventuell Schwanger? Lebst du einen vegetarischen Lebensstil? Habst du Diabetes? Selbst wenn deine Ernährung ausgewogen und vernünftig ist, kann unter diesen speziellen Anforderungen eine zusätzliche Zufuhr sehr unterstützend wirken. Führe eine Kur mit täglich 1-2 Portionen L-Carnitin durch. An Trainingstagen nimmst du beide Ampullen vor dem Training zu dir.

Spüre den Unterschied: mehr Energie, mehr Durchhaltevermögen. Letztendlich auch mehr Fettverbrennung!

Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann

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Montag, 6. Februar 2006

Net Carbs und mehrwertige Alkohole - was ist das?

Der Speck sitzt fest auf den Hüften. Der Wille abzunehmen wird immer mächtiger. Wer sein Körperfett reduzieren will, profitiert meist sehr gut von einer kohlenhydrat-reduzierte Kost – oder auch "low carb" genannt (eine kurze Beschreibung findest du hier). Die Technik ist einfach: Wenn Kohlenhydrate wie "Papier" sind, dann sind Fette wie "Briketts". Wird nun den ganzen Tag "papierhaltiges" gegessen (Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Süßes, Reis, Kartoffel etc.), dann verbrennt dein Körper den ganzen Tag "Papier"... und eben gar keine "Briketts"! Wird das "Papier" stark eingeschränkt, muss der Körper zwangsläufig seine gespeicherten Briketts, das Körperfett verbrennen! Genau das macht low carb so fettverbrennend!

Auch wenn die low-carb-Ernährung generell den deutlich verminderten Verzehr von Zucker propagiert, muss nicht zwangsläufig auf süßen Geschmack verzichtet werden. Das Zauberwort heißt "mehrwertige Alkohole"! Das sind bearbeitete Zucker, welche zwar ihre Süßkraft behalten, aber vom Körper nur schwer verbrannt werden. Die haben seltsame Namen: Maltit, Isomalt, Mannit, Sorbit, Lactit und Xylit, Threit, Erythrit und Arabit. Wenn wir in unserer bildhaften Sprache des Papiers und Briketts bleiben wollen, dann sind die "mehrwertigen Alkohole" nichts anderes als angefeuchtetes Papier! Diese angefeuchtete Papier, dieser mehrwertige Alkohol, brennt damit sehr schlecht, wird damit zur Verbrennung nur ungern herangezogen. Zudem benötigen mehrwertige Alkohole auch kein Insulin (Schlüsselmännchen/Türsteher: lese hierzu den low-carb-Artikel), was weitere große Vorteile bei der Fettverbrennung bzw. Hungerunterdrückung hat.

Wenn die Lust auf Süß aufkommt, dennoch das Ziel der erfolgreichen Fettverbrennung nicht aus den Augen verloren gehen soll, dann rate ich zum Protein Shake. Gute Protein Shakes (Nährwertangabe beachten!) verfügen über einen geringen Anteil an reinem "Papier". Süß und lecker schmeckt er dennoch durch das "feuchte Papier", den "mehrwertigen Alkohol". Auf der Nährwertangabe dieses Produkts steht demnach ein moderat hoher Kohlenhydratanteil, welcher damit leckere Süße für das Produkt liefert. Doch diese Kohlenhydrate bestehen fast ausschließlich aus dem feuchten Papier! Eine hervorragende Lösung für Süßigkeiten-Fans, wie ich es selbst auch bin!
ACHTUNG: Mehrwertige Alkohole... ein Begriff der schnell täuschen kann. Durch den Verzehr von leckeren Low Carb-Riegeln wird keiner betrunken werden, da mehrwertige Alkohole mit der bekannten Wirkung des klassischen Alkohols nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

Auf manchen Low Carb-Riegel taucht der Begriff "Net Carbs" auf. Das sind die Kohlenhydrate, welche eine Wirkung auf die Kohlenhydrate haben. Demnach die ganz gewöhnlichen Kohlenhydrate, welche in herkömmlichen Süßigkeiten in Form von z.B. Zucker zu finden sind. Hieraus ergibt sich auch die Problematik, dass der Blutzucker von den Net Carbs zu starken Schwankungen veranlasst wird. Resultat: Fettverbrennung wird bedeutend erschwert. Zudem sorgt die Blutzuckerschwankung für mehr Lust auf weitere Kohlenhydrate... oder besser Net Carbs.

Ein Low Carb-Fitnessriegel besitzt nur wenige Net Carbs! Ein besonders niedriger Wert! Wenn du Süß magst, auf süßes nicht verzichten willst, dennoch deine gespeicherten "Briketts", deine Fettpölsterchen verbrennen möchtest, dann gönn dir mal ein bisschen Alkohol... mehrwertigen Alkohol.

Dein sportliches Gewissen.
Patric Heizmann

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