Netter Name für eine Volkskrankheit, welche sich dramatisch auf dem Vormarsch befindet: Diabetes mellitus. Ca. 6,5 Millionen(!) Deutsche sind betroffen. Im Jahre 2010 sollen es ca. 10 Millionen Menschen sein! Viele mehr zielstrebig und ausdauern auf dem besten Weg dorthin. Doch was macht diese Krankheit so gefährlich?
Werden Kohlenhydrate wie Brot, Reis, Nudeln, Zucker und Weißmehl gegessen, wandert er vom Darm in das Blut. Insbesondere Zucker und Weißmehl gelangen besonders schnell in das Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt sehr schnell an. Würde nun dieser Zuckerspiegel im Blut permanent im Blut schwimmen würde, hätte das langfristig verheerende Folgen. Denn Zucker knabbert liebend gerne an Blut- und Nervengefäßen. "Gefräßig" ist er. So kommt es schleichend zu schwerwiegenden Schädigungen: Arteriosklerose (Gefahr des Hirnschlags, Herzinfarkts), Nierenschädigung, starke Sensibilitätsstörung (z.B. Taubheitsgefühl in Fingern), Erblindung bis hin zu Amputation, weil defektes Gewebe nicht mehr heilen kann und regelrecht vor sich hinfault!
Eine ganze Zeit weiß sich dein Körper gegen einen hohen Zuckerverzehr zu wehren: Er schüttet Insulin aus. Das Insulin kannst du dir vorstellen wie kleine "Schlüsselmännchen". Sie wohnen in der Bauchspeicheldrüse und werden bei einem schlagartig hohen Zuckeraufkommen massiv in die Blutbahn geschickt. Diese Schlüsselmännchen schließen nun die Muskel- und Leberzellen auf, um den Zucker schnell wegzusperren. Wenn diese Lagerplätze voll gepackt sind, landet alles Weitere in den dehnbaren Fettzellen. Bedenke hierbei: in die Leberzellen passt nur wenig Zucker hinein. In die Muskelzellen nur soviel, wie entsprechend trainiert diese sind – und wieder einmal mehr: kaum eine bessere Gesundheitsvorbeugung als ein kurzes, knackiges Krafttraining!
Resultat: der hohe Zuckerspiegel rast in die Tiefe, weil massiv Schlüsselmännchen sehr schnell diesen Zucker wegpacken. Hunger... Heißhunger ist die Folge. Und wieder werden fleißig diese schnellen Kohlenhydrate gegessen. Die Schlüsselmännchen, welche gerade wieder erschöpft von ihrer Schicht in die Bauchspeicheldrüse, ihrem Zuhause, zurückgekommen sind, müssen nun sofort wieder an die Arbeit.
Schlüsselmännchen sind sehr fleißig! Das machen die demnach auch eine ganze Zeit lang mit. Doch irgendwann haben die Ersten von der harten Arbeit die Nase voll! Sie streiken. Und damit müssen die übrigen, fleißigen Schlüsselmännchen noch mehr Arbeit übernehmen. Sie bekommen nicht mehr alles an Zucker weggepackt. Denn schlechte Ernährung sorgt ja permanent weiter für Zuckernachschub. Folge: der so genannte "Nüchternzucker" steigt immer weiter an und knabbert fleißig an Blut- und Nervenbahnen. Bis nach und nach weitere Schlüsselmännchen streiken und ihren Dienst niederlegen. Die Bauchspeicheldrüse stellt die Produktion von Insulin ein. Nun muss Insulin gespritzt werden, um den Zucker überhaupt noch weggepackt zu bekommen.
Das große Problem ist das langsame Heranschleichen dieser äußerst gefährlichen Krankheit. Sie tut viele Jahre, gar Jahrzehnte nicht weh. Doch wenn sie einmal da ist, leidet der Mensch.
Betreibe eigenverantwortlich Prävention. Und das ist ganz einfach:
1.) Bewege dich regelmäßig! Insbesondere ein kurzes, intensives Krafttraining sorgt für die Regeneration jahrelang gelangweilter Muskeln. Und damit passt bedeutend mehr Zucker in die Muskelzellen. Sie verschwinden "von der Straße" (aus der Blutbahn). Und Training verbrennt zudem noch den Zucker in den Zellen. Ein Doppelschlag!
2.) Sorge dafür, dass du Kohlenhydrate zwischendurch mal minimierst: esse mindestens 1x, besser bis zu 3x täglich Low Carb. Das schmeckt und hält gesund. Netter "Nebeneffekt": es hält/macht schlank!
Sorge vor. Denn: Wer sich jetzt keine Zeit für seine Gesundheit nimmt, wird sich später sehr viel Zeit für seine Krankheit nehmen müssen!
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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Freitag, 26. Mai 2006
Die Volkskrankheit: Zuckersüßer Durchfluss
Montag, 15. Mai 2006
Die Zeit der Fitness-Lügen
Der Sommer kommt. Und mal wieder die Fitness-Lügen der Medienwelt. Es ist immer das gleiche Spiel: sobald die Klamotten dünner und kürzer werden, tummeln sich Fitness- und Diättipps mit einer besonders hohen Dichte in der Welt der Boulevardblätter und Fernsehmagazinen. Sie ernten kräftig ab: mit dem nun etwas lockerer sitzenden Portmonee in Bezug auf den Wunschkörper. Denn die Zeit ist knapp. So ist der ahnungslose Konsument praktisch willenlos ausgeliefert, wenn es heißt: "in vier Wochen zum Waschbrettbauch", "Mit Heilfasten 15 Kg abnehmen", oder "Mit sanften Kräftigungsübungen zur Traumfigur".
Warum schinden sich Millionen von Menschen regelmäßig in Fitnessstudios, wenn es doch so einfach gehen soll? Letztendlich sollte bei dieser Art der Bewerbung immer der Verstand eingeschalten, bevor man blindlings den Euro auf den Verkaufstresen legt. Denn es gibt einige Gesetze der Urzeit, welche sich nicht ausschalten lassen, auch wenn der Redakteur solcher Artikel möglichst eloquent mit diversen Fachbegriffen jongliert:
Gesetz Nr. 1: Kohlenhydratkost verbrennt bevorzugt vor den gespeicherten Fetten!
Kohlenhydrate sind ganz klar der bevorzugte, einfach verfügbare Brennstoff. Solange immer wieder Brot, Müsli, Nudeln, Süßes, Kartoffeln, Reis und gezuckerte Getränke gegessen bzw. getrunken werden, gibt es keine Hoffnung auf den "schnellen Erfolg". Vergesse ihn einfach! Oder entscheide dich für die Low Carb-Ernährungsform. Denn: wenn Kohlenhydrate eingespart werden, müssen deine Fettpölsterchen als Energielieferant herhalten. Und diese Energie wird permanent in deinen Muskeln benötigt:
Gesetz 2: Nur in den Muskeln wird unliebsames Körperfett verbrannt!
In den Muskeln befinden sich die Mitochondrien, die Kraftwerke. Hierin wird Energie verbrannt. Je mehr Muskeln bzw. je austrainierter diese ist, desto mehr Energie kann verbrannt werden. Bei der richtigen Ernährung wird sich die Muskulatur dann auch mit dem gespeicherten Körperfett begnügen. Und schon sind wir bei Gesetz Nr. 3:
Gesetz Nr. 3 Der Muskel verändert sich nur, wenn er es unbedingt muss!
Glaubst du wirklich, dass mit leichten Popo-Übungen dein Hintern knackig wird? Das mit ein paar lächerlichen Sit-up`s der Bauch straff und fest wird? Muskeln sind Luxus für den Organismus. Weil sie immer Energie brauchen. Und die lange Menschheitsgeschichte zeigte uns über viele Millionen Jahre, dass Nahrung knapp war. Daher plädiere ich unermüdlich für ein kurzes, knackiges Krafttraining in einem der 5.500 Abnehmcentern... ähh.. Fitness-Studios. Ein intensives, kurzes Krafttraining zeigt dem Organismus die Notwendigkeit für mehr Muskeln. Ja, ist anstrengend. Und genau hier liegt unser größtes Problem. Denn:
Gesetz Nr. 4: Der Mensch ist körperlich gesehen schlichtweg faul!
Oder... sagen wir es verträglicher: "ökonomisch". Denn er will einfach nur wertvolle Energie einsparen (obwohl viele Menschen genug davon an den Rippen, Beinen und Po hängen haben). Daher ist es letztendlich erfolgsentscheidend den genauen Grund zu kennen, warum du abnehmen willst. Lese hierzu diesen Artikel. Nimm dir ein paar Minuten, mach dir Gedanken darüber.
Wenn du die Natur des Menschen respektieren, mit Köpfchen und ein wenig Geduld an dein Vorhaben herangehst, dann wirst du auch Erfolg haben. Bleibt nur noch Gesetz Nr. 5: Habe Geduld, denn sie verhindert Druck und damit Gegendruck deines Urzeitprogrammes. Und das ist bekanntlich zumindest langfristiger um einiges stärker als dein Wunsch, der schnellen, guten Figur.
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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Mittwoch, 3. Mai 2006
Schlank bleiben mit mehr Muskeln
Die Lust auf Kohlenhydrate ist groß: Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Müsli, Süßes, gezuckerte Getränke liefern diesen für Ihren Organismus sehr leicht zu entzündenden Brennstoff. Die Kohlenhydrate werden nach dem Verzehr zunächst im Mund, später im Dünndarm verdaut, gelangen dann durch die Darmwand in das Blut. Hier stehen sie in ihrer kleinsten Form zur Verfügung: als Zucker - "Glucose" genannt. Der dadurch erhöhte Blutzuckerspiegel sorgt nun für eine Ausschüttung des Hormons Insulins. Das Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel wieder abzusenken. Denn ein ständig erhöhter Blutzuckerspiegel wäre eine Gefahr für die feinsten Blutgefäße: da nagt der Zucker gerne dran, macht sie mit der Zeit kaputt. Und dich langsam, unbemerkt krank. Daher ist Insulin bei einem erhöhten Blutzuckerspiegel fleißig am Werk, den Zucker in die Speicher des Organismus zu packen. Drei Speicherorte stehen zur Verfügung:
1. Leberzellen
Hier passt nur wenig Zucker hinein. Dieser Speicherort ist praktisch immer gut gefüllt. Dienen diese Speicher doch als "Puffer", falls mal über längere Zeit besonders wenige Kohlenhydrate von außen zugeführt werden. Wenn dann der Zucker im Blut zur neige geht, werden diese Speicher langsam "notgeleert"! Somit wird einem lebensbedrohlichen Unterzucker entgegen gewirkt.
2. Muskelzellen
In die Muskelzellen passt nur so viel Zucker hinein, wie entsprechend groß diese Speicher sind. Das bedeutet: wenn aufgrund wiederholter Diäten bzw. Energie- und Bewegungsmangels die Muskulatur immer weiter abgebaut wurde (lesen Sie hierzu bitte den Artikel Eiweiß – das "Make up" von innen, stehen für die Zucker-Zwischenlagerung dementsprechend nur kleine Speicher zur Verfügung. In den Muskeln findet auch die Verbrennung der Kohlenhydrate statt. Vorausgesetzt, du bewegst dich regelmäßig. Nur dann wird der Brennstoff benötigt. Das bedeutet für dich: wenige Muskeln, wenig Kohlenhydratverbrennung.
Doch es geht mit dem Schlamassel heruntergewirtschafteten Muskeln noch weiter: Wenn die Speicher einmal mit Kohlenhydraten gefüllt sind (und glaube mir... das geht schneller als du denkst), dann schwappt das Zuviel an weiterhin angelieferten Kohlenhydraten fleißig in die dritte Speichermöglichkeit:
3. Fettspeicher
Hier haben Unmengen an Kohlenhydrate platz. Denn diese Speicher sind dehnfähig.
Die Lösung: Krafttraining! Denn jedes bisschen mehr Muskulatur kann zum einen mehr Kohlenhydrate zwischenspeichern, was demnach deutlich weniger in die Fettspeicher treiben wird. Zum anderen verbrennen mehr Muskeln die gelagerten Kohlenhydrate bedeutend besser. Damit die Speicher für die nächste Lieferung wieder entleerter sind. Bau Muskeln auf. Sorge für regelmäßiges Eiweiß, dem Baustoff deiner Muskeln. Wenn du zudem noch den Kohlenhydratanteil in deiner Ernährung etwas reduzieren indem du ab und zu mal eine Mahlzeit durch einen Protein Shake ersetzt, werden die Kohlenhydrate in deinen Muskelzellen immer genügend Platz haben und den Umweg in die Fettzellen nicht in Kauf nehmen.
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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