Wir alle Altern. Der eine schnell, der andere langsamer. Ist zu 30% in Ihrer Genetik festgelegt. Den Rest kannst du selbst beeinflussen. Wenn es dein Wunsch ist, die Lebensuhr langsamer ticken zu lassen, dann lese folgende vier Tipps aufmerksam durch und baue diese in deinen Alltag ein:
1. Das Wachstumshormon (HGH) - der natürliche Jungbrunnen
HGH, das Wachtumshormon ist das Anti-Aging-Hormon schlechthin: Es reduziert Körperfett, aber auch das Fett in den Gefäßwänden. Das Hormon baut Muskeln (der Fettverbrenner Nr. 1!), strafft die Haut. Auch die Osteoporose - die Knochenerweichung - wird ausgebremst. Für irrsinniges Geld lassen sich die Superreichen dieses Hormon spritzen. Dabei ist es tatsächlich einfach, die körpereigene Produktion wieder anzukurbeln. Zunächst: Insulin, welches durch Kohlenhydrate ausgeschüttet wird, ist der Gegenspieler des HGH`s. Ist es präsent, wird die Produktion dementsprechend gedrosselt. Nachts, in der ersten Tiefschlafphase, wird HGH in großen Mengen produziert und ausgeschüttet. Wenn nun die letzte Mahlzeit kohlenhydratreich war und dadurch ordentlich Insulin ausgeschüttet wurde, unterbleibt die gewünschte Ausschüttung des regenerierenden HGH`s!
Praxistipp: Vermeide nach 18 Uhr Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Süßes (auch gesüßte Getränke). Bevorzuge z.B. Fisch, Fleisch, Eier mit Gemüse, oder Milchprodukte mit ein wenig Obst. Ein Protein Shake stellt eine besonders effektive und insbesondere schnell zubereitete Alternative dar.
2. Vermeide Alkohol
Schlimme Nachricht: Alkohol vermindert die erholsamen Tiefschlafphasen, welche für die Regeneration immens wichtig sind. Zudem bremst er die HGH-Ausschüttung deutlich aus. Insbesondere, weil Alkohol meist Abend vor der nächtlichen HGH-Ausschüttung getrunken wird. Der Spruch: "Rotwein ist gesund" ist dementiert. Kommt von fragwürdigen Studien, welche durchweg von der Weinindustrie in Auftrag gegeben wurde. Glaube mir: eine Handvoll Weintrauben schützt Herzkranzgefäße weitaus besser! Übrigens: die Rotwein-Trinker-Weltmeister Frankreich haben auch die meisten Leberzirrhosen (Leberschaden). Gut, dass sich die Leber von Alkoholexzessen erholen kann. Doch da braucht Sie ein paar Tage Pause.
Praxistipp: 1-2 Mal wöchentlichen Alkohol ohne Reue genießen. Der Rest gehört der Leberregeneration und der HGH-Produktion.
3. Früh, dunkel und kühl schlafen
Da HGH nur nachts produziert und ausgeschüttet wird, sollte der frühe Schlaf (vor 23 Uhr) eine besondere Priorität genießen. Denn später ins Bett gegangen verringert sich schon die Ausschüttung des HGH`s. Wenn das Schlafzimmer zudem dunkel und leicht kühl gehalten wird, kommt es zu einer weiteren Hormonausschüttung: Melantonin - ein weiterer Jungbrunnen!
4. Stresslos jung bleiben
Es heißt Cortisol. Ein Stresshormon, welches zwei regenerierende Hormone ausbremst: HGH und Testosteron. Cortisol baut Substanz ab. Muskeln. Macht aus den kleinen Muskelbausteinchen Energie. Schlecht für die Figur, die langfristige Leistungsfähigkeit.
Praxistipp: Mal Ruhe genießen. Egal, wie stressig der Job ist. Denn: Wenn dein Widersacher, dein Mitstreiter, deine Konkurrenz diesen Geheimtipp drauf haben, werden diese dich am Ende überrunden. Sie halten länger durch. Pause schöpft Kraft, lässt die guten, leistungsbringenden Hormone sprudeln. Dann kannst du wieder mit voller Kraft leicht, locker, fröhlich deinen Aufgaben nachgehen. Schneller als du denkst!
Über 85% der Menschen haben einen erniedrigten HGH-Spiegel! Wunder dich demnach nicht, wenn du in ein müdes, angespanntes, vielleicht alt wirkendes Gesicht schaust. Oder blickst du gar gerade in den Spiegel? Dann nimm dir diese vier Tipps besonders zu Herzen.
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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Freitag, 14. Juli 2006
Vier Tipps für den selbst gemachten Jungbrunnen
Mittwoch, 5. Juli 2006
Muskelaufbau - die perfekte Ernährungstrategie
Kernige Muskeln, wenig Körperfett. Nur wenn die Ernährung mit dem Training harmoniert, wird aus diesem Wunsch Wirklichkeit. Dabei ist die Ernährungstaktik maßgeblich am Erfolg beteiligt. Lass uns zuerst einmal die wichtigsten Grundlagen festhalten:
Eiweiß ist der Baustein der Muskeln. Daher wird auch empfohlen, zwischen 2-3g pro Kilogramm Körpergewicht täglich zuzuführen. Doch damit das Eiweiß in die Muskelzellen geschleust werden kann, ist Insulin notwenig. Insulin wird bei Kohlenhydratkonsum ausgeschüttet und hat unter anderem die Aufgabe, die Muskelzellen zu öffnen. Doch wenn ein hohes Kohlenhydrataufkommen herrscht, wird das Fett aus den Speichern nicht verbrannt. Damit bleibt Körperfett im Speicher kleben. Ein Teufelskreislauf. Oder etwa nicht?
Lass uns einmal festhalten, zu welchem Zeitpunkt des Tages du von einem höheren Kohlenhydrataufkommen profitierst: In der langen Schlafphase werden die Energiespeicher langsam, aber stetig entleert. Gegen Ende der Schlafphase befindet sich daher der Organismus in einer so genannten "katabolen Phase" (Muskelabbau), da er die über Nacht entleerten Kohlenhydratspeicher durch Muskeleiweiß als Brennenergie ausgleicht. Ein Frühstück, welches aus ordentlich Kohlenhydraten und schnell verfügbarem Eiweiß (z.B. ein Whey Protein) besteht, bremst diesen Muskelabbau sofort aus. Das dabei ausgeschüttete Insulin schleust den ersten Schwung Kohlenhydrate und das Eiweiß in die über Nacht entleerten Muskeln hinein. Dadurch wird die anabole Phase (Muskelaufbau) gestartet.
Nun sollte aber der Kohlenhydratanteil in den folgenden Mahlzeiten, so gut es möglich ist, reduziert werden. Der Grund: Wenn weiter Kohlenhydrate für ein hohes Insulinaufkommen sorgen, werden diese bei vollgestopften Muskeln in die Fettzellen umverteilt. Denn hier ist noch viel Platz! Bestehen nun aber die Mahlzeiten hauptsächlich aus Eiweißlieferanten, Obst und Gemüse, ist die Insulinausschüttung deutlich ausgebremst. Damit wird dein Fettstoffwechsel aktiv, was zur vermehrten Fettverbrennung führt! Die Kohlenhydratspeicher entleeren sich im Laufe des Tages und versorgen deinen Körper, neben dem Körperfett, mit Energie.
Nur ein intensives Krafttraining bringt den Muskelzuwachs. Um intensiv trainieren zu können, ist wiederum ein gut gefüllter Kohlenhydratspeicher unbedingt notwenig. Denn Körperfett kommt als schnelle Brennenergie nicht in Frage. Das glüht nur langsam vor sich hin. Eben über tags oder nachts, bei moderater bzw. keiner Belastung. Fülle daher ca. 2 Std. vor dem Krafttraining deine Muskelspeicher wieder mit kohlenhydrathaltiger Kost auf: Nudeln, Reis, Brot, Kartoffeln, Müsli etc. Vergiss keinesfalls dazu einen Eiweißlieferanten! Denn sonst verbrennt bei einem intensiven Training auch schnell dein Muskeleiweiß - sozusagen als "Notstromaggregat".
Nach Beendigung des Trainings ist eine sofortige Zufuhr von schnellen Kohlenhydraten UND schnell verfügbarem Eiweiß notwenig. Eine optimale Kombination stellt hier ein Mix aus zwei Esslöffel Weight Gainer und einem gut gehäuften Esslöffel Whey Protein Shake in 0,3 Liter Wasser dar. Denn dieser spezielle Shake lässt die Kohlenhydrate sehr schnell in das Blut einströmen, was eine sofortige Insulinausschüttung zur Folge hat. Und damit wird das schnell verfügbare Eiweiß sofort in die geschundene Muskulatur gepumpt. Perfekt für die rasante Regenerationseinleitung. Bestens für Muskelaufbauerfolge! Wenn du danach noch eine Mahlzeit zu sich nehmen willst, solltest du wieder auf Kohlenhydrate möglichst verzichten. Denn: somit müssen die gespeicherten Fette nachts als Energielieferant bereitstehen.
Lass deine Muskeln wachsen und gedeihen... und dein Fett brennen.
Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann
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