Dienstag, 4. September 2007

Die morgentliche Pulsmessung - Vorbote für Krankheiten

Moderates Ausdauertraining unterstützt die Kräftigung der Immunabwehr. Umso ärgerlicher, wenn uns dann eine Erkältung kurzfristig und ohne großartige Vorankündigung außer Gefecht setzt! Wirklich ohne Vorankündigung? Eine interessante, einfache Möglichkeit steht zur Verfügung!

Die Messung des morgendlichen Ruhepulses. Ernsthaft trainierende Sportler nutzen die Messung des Pulses noch vor dem Aufstehen. Hierbei liegt ein Blatt oder Kalender und ein Stift auf dem Nachttisch. Zusätzlich wird ein Wecker/Uhr mit einem Sekundenzeiger benötigt. Direkt nach dem Erwachen folgt noch im Liegen(!) die Pulsmessung am Handgelenk oder der Halsschlagader. Zähle den Puls 15 Sekunden und multipliziere diese Zahl dann mit 4 (was dann die Pulsschläge pro Minute bedeutet). Ein Bespiel: in 15 Sekunden schlägt dein Puls 15 Mal. Dann nimmst du diese 15 und multiplizierst sie mit 4, was 60 Schläge in der Minute entsprechen. Diesen Pulswert notierst du auf dem Papier/im Kalender. Daraus wird sich in den kommenden Tagen und Wochen ein relativ gleich bleibender Wert ergeben.

Liegt der Puls in Zukunft um fünf oder mehr Schläger höher als gewöhnlich, kann das zwei Ursachen haben, welche du unbedingt wissen und auch berücksichtigen solltest:

1. Ein höherer Puls kann auf ein Übertraining hindeuten. Das bedeutet: dein Organismus konnte sich über die Nacht von einer intensiven Belastung nicht vollständig regenerieren. Würdest du nun unwissend einfach weiter hart trainieren, kann sich dieses Übertraining weiter verschärfen, was zu Lustlosigkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und weiteren negativen Auswirkungen führen kann. Das unterbindet deinen Trainingserfolg erheblich, wenn du deine Ruhephase schlichtweg übergehst, oder besser... übersiehst. Damit wird die morgendliche Pulsmessung zu einem wichtigen Bestanteil aller intensiv trainierenden Ausdauersportler!

2. Aber auch der Freizeit-Ausdauersportler profitiert sehr von der Pulsmessung vor dem Aufstehen. Denn wenn ein regelmäßiges, gleichmäßiges Herzkreislauftraining dennoch zu einem erhöhten morgendlichen Puls führt, ist es durchaus möglich, dass dein Körper mit einem herannahenden Infekt bereits kämpft, ohne dass du dich dadurch schon angeschlagen fühlen musst. Ein hervorragendes "Frühwarnsystem", welche dann sofort Beachtung finden sollte.

In beiden Fällen ist eine Reduzierung der Ausdauertätigkeit sehr zu empfehlen (in Fall Nr. 1 genügt eine starke Absenkung der Intensität - das unterstütz die regenerativen Prozesse. In Fall 2 ist eine komplette Einstellung zu empfehlen, damit sich dein Körper vollständig mit dem Infekt auseinander setzen kann).

Zudem ist in beiden Fällen die Ernährung ein besonders wichtiger Faktor: Denn nur über die Zufuhr von hochwertigen Lebensmittel wie eiweißreiche Kost (sehr wichtig für die Regeneration!) und zusätzlichen Vitaminen und Mineralien stehen deinem Körper genügen Baustoffe und Baustoffelemente zur Verfügung, um dich wieder voll leistungsfähig zu machen.

Bei einer drohenden bzw. ausgebrochenen Erkältung ist ein Ausdauertraining auch von niedriger Intensität sehr riskant. Hier werden die Viren und Bakterien durch eine erhöhte Pumpleistung in alle Ecken und Kanten des Körpers gespült. Es kam leider schon zu oft vor, dass Sportler plötzlich einen Herztod starben, weil sie eine frühere Erkältungspause verweigert haben. Ehrgeiz kann hier tödlich sein! Oft erst lange Zeit später.

Auch wenn du voll im Training steckst: Du wirst durch eine mehrtägige Pause keineswegs eine Einbuße erleiden. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall, da der Körper aus der Ruhephase wieder Kraft schöpfen kann.

Denn: In der Ruhe liegt die Kraft!

Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann

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Die nächtliche Eiweißversorgung - Baustoff für deine Muskeln

Dein Körper. Ein gewaltiges "Haus", bestehend aus 70 Billionen(!) Bausteinchen, den Zellen. Jede Zelle benötigt einen lebenswichtigen Baustoff: Eiweiß. Denn an diesem "Haus", wird den ganzen Tag gerüttelt und gewackelt. Dabei gehen tagsüber Milliarden von diesen Bausteinchen durch die Alltagsbelastungen, Angriffe auf das Immunsystem, Stress und viele andere Einflüsse zu Bruch. Das Haus wird beschädigt.

Für die Reparatur sind die "Architekten" (Hormone) zuständig. Sie koordinieren die Abläufe der Renovierung. Das machen sie den ganzen Tag. Und ganz besonders nachts. Nachts können sich die "Architekten" nun endlich entspannt um die notwendigen Renovierungen kümmern, ohne ständig durch neue "Baustellen" (andere Aufgaben) gestört zu werden.

Doch wenn nachts keine Baustoffe (Eiweiß) zur Verfügung stehen, können auch die entspannten "Architekten" ihren Bauarbeitern keine Arbeit geben. Das beeinträchtigt die Regeneration deutlich. Ein Protein-Shake als letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen versorgt die "Architekten" bzw. deren Bauarbeiter die ganze Nacht (ca. sieben Stunden) mit hochwertigen Baustoffen. Damit die ganze Nacht am Muskel gebastelt werden kann. Nur wenn die nächtliche Regenerationsphase optimal genutzt wird, kann der Muskelaufbau optimiert stattfinden.

Nutze deinen Schlaf für die bestmögliche Regeneration. Tanke regelmäßig Eiweiß.

Dein sportliches Gewissen
Patric Heizmann

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